Das Elektronenstrahlschweißen setzt die klassischen Forderungen:

  • gleicher Werkstoff,

  • gleiche Materialdicke,

  • geringe Wärmeleitung,

  • geringer Anteil Eisenbegleiter und

  • geringer Kohlenstoffgehalt

völlig außer Kraft.

Grund hierfür sind die schmalen tiefen Nähte und die hohen Prozessgeschwindigkeiten. Es wird deshalb nicht nur für Standardwerkstoffe sondern auch für Sonderwerkstoffe, für diverse Werkstoffkombinationen, für dünn- und dickwandige Konstruktionen erfolgreich eingesetzt. Wirtschaftliche Lösungen basieren immer auf einer elektronenstrahlgerechten Konstruktion, weil sie die technologischen Vorteile der Elektronenstrahltechnik, die Prüfbarkeit der Verbindung und die Einsparung von Bearbeitungsprozessen kombiniert.
Eine pfiffige, extrem kostengünstige Bauteilgestaltung nutzt einfach die dem Elektronenstrahlschweißen innewohnenden besonderen Eigenschaften:
  • Schmale Schweißnähte bedingt durch den Energieeintrag <= 1% im Vergleich zu WIG oder MAG-Nähten -
    die Folge sind minimale Schrumpfung und minimaler Verzug
  • Schmale Wärmeeinflusszone -
    ermöglicht den Abbau von Schweißspannungen durch Ausgleich mit der Elastizität des Grundmaterials